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Bestand und Zwischenbericht „Aufbau eines Unterstützungsnetzes für Betroffene von Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt in Sachsen“

Im Rahmen unseres Modellprojektes „Aufbau eines Unterstützungsnetzes für Betroffene von Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt in Sachsen“ entstand ein Zwischenbericht. Dieser enthält die Analyse der aktuellen Versorgungsstrukturen des Freistaates (inklusive der Bestandsanalyse des IRIS e.V.) und verweist auf erste Strategien zur Schließung der Lücken.

 

Hier finden Sie die Ergebnisse der Bestandsanalyse des sächsischen Unterstützungsnetzes durch den IRIS e.V.

Hier finden Sie unseren Zwischenbericht

Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt wirksam unterstützen – Bestandsaufnahmen, Entwicklungen und Perspektiven eines Unterstützungsnetzes für Sachsen

Fachtag am 13.12.2021 von 10.00 – 16.00 Uhr

Der Fachtag informiert über das aktuelle Unterstützungsnetz zum Thema sexualisierte Gewalt in Sachsen und die notwendigen Veränderungen hin zu einer adäquaten Versorgung. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmenden, wie das Konzept der medizinischen Soforthilfe in den kooperierenden Krankenhäusern umgesetzt wird und Betroffene ihren Anspruch auf diese Leistung geltend machen können. Das best practise-Beispiel des Berliner Projektes S.I.G.N.A.L. thematisiert die gelungene Kooperation zwischen dem Gesundheitswesen und dem psychosozialen Hilfesystem.

Der Fachtag richtet sich an Netzwerk- und Kooperationspartner:innen, Mitarbeiter:innen kommunaler und Landesverwaltungen, Jurist:innen, Ärzt:innen, medizinisches Personal sowie psychosoziale Fachkräfte.

 

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Dokumentation der Fachtagsbeiträge finden Sie hier.

 

Ärztliche Fortbildungspunkte sind bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Die Teilnahme ist – aufgrund der aktuellen Pandemielage – ausschließlich digital möglich.

Der Zugangslink (zoom) wird Ihnen rechtzeitig vor der Konferenz per Mail zugeschickt.

 

ANMELDUNG



 

Anmeldung zum Fachtag Medizinische Aspekte im Umgang mit von Gewalt betroffenen Zeug:innen

Für die Opfer von Gewalttaten ist der Gang zur polizeilichen oder gerichtlichen Vernehmung häufig eine Tortur. Am liebsten würden Sie die Taten vergessen, hätten gerne ihre alte Unbeschwertheit und ihr Urvertrauen in die Menschheit zurück. Durch die Taten psychisch belastet, müssen sie sich als Zeug:innen aber meist bohrenden Fragen stellen. Fragen nach Details aus der erlebten Situation, an die sie sich häufig gar nicht im Einzelnen erinnern können. Die bei der polizeilichen Befragung zu Grunde gelegte so genannten „Nullhypothese“ setzt Zeug:innen zusätzlich unter Druck.

Für den behutsamen Umgang mit psychischen Belastungen ist vor Gericht wenig Raum. „Richter nehmen die Erinnerungen von Opferzeugen und zerlegen sie in juristische Straftatbestände. Wir fragen nicht Wirklichkeit ab, sondern Tatbestandsmerkmale“. (Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender am Bundesgerichtshof)

Die scheinbare Unvereinbarkeit zwischen den Belastungen der Gewalt betroffenen Zeug:innen und den Anforderungen eines fairen Strafverfahrens sind Inhalt dieses Fachtages. Konkret werden wir uns mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Welche Erwartungen habe Zeug:innen von Gewalttaten an ein Strafverfahren?
  • Was bedeutet die wiederholte Konfrontation mit dem Strafgeschehen für die Verarbeitungs-und Gesundungsprozesse traumatisierter Zeug:innen?
  • Wie kann eine traumasensible Befragung psychisch belasteter Zeug:innen aussehen? Und wie kann sie den Anforderungen eines Strafverfahrens gerecht werden?

Eingeladen sind Jurist:innen, Polizeibeamt:innen sowie Jura-Studierende und Polizeianwärter:innen.

Das Programm zum Fachtag finden Sie hier.

Falls im unteren Feld kein Anmeldeformular sichtbar ist, laden Sie die aktuelle Seite bitte neu (über die Schaltfläche im oberen Browsermenü oder mit der Tatenkombination Strg + R).

Wir suchen ein:e Kolleg:in für die Verwaltung

Wir wachsen und der Verwaltungsaufwand wird immer mehr. Daher suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Kolleg:innen, die uns bei der Bewältigung unserer Verwaltung unterstützt. Die Stellenbeschreibung findet sich hier:

Bellis Verwaltungskraft (Mini-Job).

Bewerbungen richten Sie bitte an kontakt@bellis-leipzig.de.

Wir sind ein freundliches und engagiertes Team mit viel Spass an der Arbeit. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen und danken für Ihr Interesse!

Anmeldung zur Fortbildung „Eine Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall“

Ärztliche Fortbildung MEDIZINISCHE SOFORTHILFE NACH VERGEWALTIGUNG
am 2. Juni 2021 von 15:00 bis 19:00 Uhr / digital

Die Fortbildung vermittelt Kenntnisse und Handlungssicherheit im Umgang mit der Thematik und in der Behandlung vergewaltigter Frauen und Männer. Sie richtet sich an ärztliche, pflegerische, medizinisch-technische und sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kliniken sowie an niedergelassene Ärztinnen, Ärzte und ihre Praxisteams.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Ärztliche Fortbildungspunkte für die Veranstaltung sind bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt.

Anmeldung zur Ärztlichen Fortbildung

Häusliche Gewalt ist ein medizinischer Notfall
– Medizinische Soforthilfe nach häuslicher Gewalt –

05.05.2021, 15:00 – 19:00 Uhr, digital (zoom)

Die Fortbildung vermittelt Kenntnisse und Handlungssicherheit im Umgang mit Patient:innen nach häuslicher Gewalt. Sie richtet sich an ärztliche, pflegerische, medizinisch-technische und psychosoziale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Klinken sowie an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und ihre Praxisteams.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Ärztliche Fortbildungspunkte sind bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt.

Sie sind Schlüsselpersonen im Umgang mit Gewaltbetroffenen

In diesem Interview in der Zeitschrift „Gynäkologie und Geburtshilfe“ unterstreicht Katja Grieger (Geschäftsführerin des bff: Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe) die besondere Bedeutung von Ärztinnen und Ärzten bei der Behandlung und Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und Männer – nicht nur in Zeiten von Corona. Den Artikel finden Sie hier.

Interview im linXXnet talXX

Anlässlich der Corona-Krise sprach unsere Mitarbeiterin Susanne Hampe im Rahmen der linXXnet talXX mit Jule Nagel über die Auswirkungen der aktuellen gesellschaftlichen und sozialen Einschränkungen und das Modellprojekt Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt. Den Video-Mitschnitt finden Sie hier.

Wir suchen eine Mitarbeiterin für unser Modellprojekt

Zum nächst möglichen Zeitpunkt suchen wir eine Kollegin für unser Modellprojekt Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt. Wir bieten eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit, eine gute Arbeitsatmosphäre und die Einbindung in ein kleines, feines und hochmotiviertes Team, die Möglichkeit eigene Ideen zu verwirklichen sowie flexible Arbeitszeiten.

Wir freuen uns auf Deine / Ihre Bewerbung!

Weitere Informationen finden Sie / findest Du hier: bellis Stellenausschreibung

Das Modellprojekt stellt sich den Sächsischen Ärzt*innen vor

In der Mai-Ausgabe des Ärzteblatt Sachsen stellt sich das Modellprojekt Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und häuslicher Gewalt mit einem Artikel vor. Es gelang sogar, die gendergerechte Sprache im Artikel beizubehalten – entgegen den sonstigen Sprachregelungen im Ärzteblatt. Den Artikel finden Sie hier: Ärzteblatt Sachsen 202005_022

Kontakt

Bellis e.V.
Bornaische Straße 18
04277 Leipzig

Tel.: 0341/39285560
kontakt@bellis-leipzig.de
www.bellis-leipzig.de

Förderung Freistaat Sachsen